Wer sind Sufisten und Derwische?

#1 von Kurban , 29.01.2011 11:00

Wer sind wir?

Wir sind der Spiegel und das Bild darin,

wir sind trunken vom Becher der Unvergänglichkeit;

wir sind der Schmerz und der Genesende sind wir,

wir sind Lebenswasser und Wasserträger zugleich.



(Dschalal ed-din Rumi)


Der Gegenstand des Sufiwegs ist der Mensch auf dem Weg zu sich selbst, zu seinem wirklichen Sein und damit zu Gott. Jeder von uns ist der Sinn und Zweck seines eigenen Lebens. Wir sind nicht auf der Suche nach Gott. Gott, so heißt es im Koran (Sure 50:16), ist uns näher als unsere Halsschlagader.

Unsere Frage lautet: Wo bist Du, Mensch?

1.Der Weg der Sufis wird häufig als der Pfad der Liebe bezeichnet. Liebe bedeutet in dem Zusammenhang immer die Hinwendung zu Gott. Der Mevlevi-Weg hält sich an die Grundlagen und Traditionen, wie sie seit Jahrhunderten weitergegeben werden. Hazreti Pir Maulana M. Dschelaleddin(qs) ist diesen Weg gegangen und wir bemühen uns, ihm zu folgen.
Die Übungen, Meditationen und Kontemplationen, die Hz. Pir selbst gemacht hat, sind unserem Lehrer, Scheich Abdullah Halis Efendi, überliefert und werden von ihm gelehrt und vermittelt.
Der Zikr ist ein gemeinsames sich Erinnern an unsere Geschöpflichkeit und die Verbundenheit mit Gott. Während des Zikrs werden die Namen Gottes in einem bestimmten Rhythmus gesungen und mit Bewegung verbunden.
Die Lichtglanzmeditation (LGM) wiederum wird seit Generationen in der Mevlevi-Tariqa weitergegeben. Die LGM ist eine Heilmeditation, welche der Reinigung und der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele dient. Das Halvet bezeichnet dagegen eine bis zu vierzig Tage dauernde völlige Zurückgezogenheit in der Tekke unter Anleitung des Lehrers. Die Gemeinschaft (Tariqa) ist unterdessen bestimmt durch den Adab, die Zurücknahme des Ichs zugunsten des Miteinanders und der Wahrung der Tradition, die uns trägt.
[idee][heart]
Derwische Info
Die Tanzenden Derwische von Konya

Die Tanzenden Derwische von Konya genießen seit Jahrhunderten in der ganzen Welt höchste Anerkennung. Auch viele Deutsche, die schon einmal Urlaub in der Türkei gemacht haben, konnten sich von der Einzigartigkeit ihrer Tanzdarbietungen überzeugen. Niemand, der einmal die Gelegenheit hatte, eine Aufführung der Derwische zu besuchen, wird je wieder vergessen, wie erhaben sich die Tänzer in weite weiße Gewänder gehült in Trance immer schneller und schneller drehen.

Die Faszination dieses Ereignisses liegt vieleicht darin begründet, dass die Tanzenden Derwische nicht einfach eine Show oder eine Revue auf die Bühne bringen. Nein, all ihre Energie speist sich aus einer alten Tradition, die auf den großen islamischen Mystiker, Philosophen und Dichter Dschalal ad-Din ar-Rumi zurückgeht. Rumi (1207-1273), der bedeutende und in der ganzen Welt beachtete Bücher zu Themen wie Metaphysik, Religion, Ethik und Mystik verfasste, gründete in Konya, einer der ältesten und heute am dichtesten besiedelten Städte der Türkei, einen Sufiorden, den Orden der Mawlawis.

Hauptthemen Rumis waren u.a. die Liebe zwischen den Menschen und das Verhältnis der Menschen zu Gott. Vor allem diese Motive spiegeln sich auch in den Tänzen der Derwische wieder. Als Repräsentanten des Sufiordens der Mawlawis bringen sie ihren Zuschauern die Gedanken und Werte ihres Ordensgründers nahe und ermöglichen ihnen einen tiefen Einblick in die Welt des islamischen Sufismus.

http://www.tanzende-derwische.de/index.p...w&id=4&Itemid=4

 
Kurban
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zuletzt bearbeitet 30.01.2011 | Top

   

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