„Ich bin auch mit Kopftuch frei“

#1 von Kurban , 25.08.2010 20:17

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RELIGION: Die Solingerin Semra Dernek räumt mit Klischees und Vorurteilen über das Stück Stoff auf.
Von Melissa Wienzek

Semra Dernek (30) ist eine selbstbewusste Frau, die sich nicht davor scheut, ihre Meinung offen zu sagen. „Ich halte mich nie zurück“, sagt sie. Vor allem dann nicht, wenn es um das Kopftuch geht, das die Solingerin seit ihrem 14. Lebensjahr trägt. „Es ist ein Symbol unserer Religion, des Islam, und hat keinen kulturellen Hintergrund, wie viele meinen“, betont die Mutter eines siebenjährigen Sohns. „Ich trage das Kopftuch aus Liebe und Hingabe zu unserem Gott Allah. So steht es im Koran. Dieser sagt, islamische Frauen sollen sich vor den Blicken anderer Männer schützen.“ Dazu gehöre aber auch, dass man Hals und Brust bedecke. „Gerade der Hals ist für Männer besonders reizvoll.“ So kommt es auch schon mal vor, dass die Solingerin fremden Muslimas erklärt, warum man die Kopfbedeckung trägt: „Ich habe mal ein Mädchen getroffen, die zwar ein Kopftuch trug, aber einen Minirock und tiefen Ausschnitt. Zu solchen Frauen sage ich immer: Dann zieht das Tuch doch direkt aus.“ Denn dieses Verhalten entspreche nicht der religiösen Vorgabe.

Die 30-Jährige trägt das Kopftuch nicht 24 Stunden am Tag: „Wenn meine Familie und ich unter uns sind, dann ziehe ich es aus.“ Trifft sie allerdings mit ihren Cousins zusammen, muss sie die religiöse Kopfbedeckung tragen. „Das gilt auch, wenn männliche Freunde zu Besuch kommen. Egal, wie eng mein Mann und ich mit ihnen befreundet sind“, erklärt die Türkin, die im Alter von 13 Jahren nach Solingen kam.

Auch bei der Arbeit als Schweißerin sei das Kopftuch nie ein Problem gewesen, erzählt Dernek: „Meine früheren Kollegen haben mich nie darauf angesprochen. Ich finde es nicht richtig, wenn Arbeitgeber sagen, eine islamische Frau soll das Tuch ausziehen. Mir persönlich ist es egal, wenn jemand Piercings hat oder nackt herumläuft, hauptsache, er arbeitet gut.“

Islam und Christentum haben einiges gemeinsam

Derneks Vater, ein Imam, habe sie und ihre Schwester modern erzogen. „Er sagte, wenn wir es tragen wollen, dann sollen wir das tun, wenn nicht, dann nicht.“ Aber: „Islam und Kultur sind zwei verschiedene Dinge. Die Leute, die sagen, Kopftuch-Tragen ist Kultur, haben den Koran nicht richtig gelesen. Er sagt nämlich, dass Frauen und Männer gleich sind“, betont Dernek, die auch schon die Bibel gelesen hat. Ihr Mann koche und staubsauge beispielsweise wie sie.

Deshalb sei das Kopftuch-Tragen auch keine Unterdrückung der islamischen Frau. „Es heißt nicht, dass meine Freiheit dadurch verloren geht. Ich kann auch von meinem Mann aus tun und lassen, was ich will.“ Eins ist für Dernek klar: „Würden alle Muslime so leben, wie es im Koran steht, hätten wir keine unterdrückten Frauen.“

Oft werde sie auf das Kopftuch angesprochen. „Eher von jüngeren Menschen. Mit ihnen kann man gut darüber reden.“ Generell findet die 30-Jährige: „Man sollte nicht so viel auf dem Kopftuch herumreiten, es ist nur ein Stück Stoff, dadurch bin ich kein anderer Mensch.“

 
Kurban
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